Windows 8 Consumer Preview: Erster Eindruck

5. März 2012

Am Mittwoch hat Microsoft auf dem Mobile World Congress die Consumer Preview von Windows 8, so der neue Name für Betaversionen aus dem Hause Microsoft vorgestellt. Ich habe sie mir natürlich direkt installiert, was auch reibungslos funktionierte.

Ich hatte ja schon etwas Erfahrung in Sachen Windows 8, besonders da ich ja schon seit Ende letzten Jahres die Developer Preview neben OS X auf meinem Rechner laufen hatte.

Die Installation

Die Installation der Windows 8 Consumer Preview verlief ohne Probleme. Es gibt aber diesmal verschiedene Installationsmethoden:

1. Webinstallation:

Bei der Webinstallation wird, ähnlich wie vielleicht schon vom .net Framework oder Visual Studio bekannt, nur eine kleine Setup.exe heruntergeladen, die dann letztendlich die passende Version herunterlädt und installiert. Dies ist für normale Nutzer recht hilfreich, da einem sowohl die Wahl zwischen 32 und 64-Bit abgenommen wird und der Download auch pausiert werden kann, falls man eine nicht so schnelle Internetverbindung hat. Auch wird die passende Sprache direkt ausgewählt.

2. Fortgeschrittene Installation

Die Fortgeschrittene Installation (Advanced Setup) ist die Installation, wie man sie seit Windows Vista kennt. Naja, eigentlich schon immer, aber seit Vista wird bei der Installation von Windows nur noch eine Art Abbild auf die Festplatte kopiert, anstatt alle Dateien einzeln. Bei der fortgeschrittenen Installation von einer DVD oder einem USB-Stick kann man natürlich auch direkt Festplatten partitionieren und formatieren.

Einrichtung

Beim ersten Start der Windows 8 Consumer Preview soll man dann seinen Microsoft-Account (neuer Name für die Windows Live ID) eingeben, denn man kann sich jetzt mit diesem einloggen. Das hat ernorme Vorteile, besonders wenn man mehrere Rechner hat, denn man kann alle seine Einstellungen synchronisieren lassen.

Dann soll man noch eine Hintergrundfarbe für die neue Metro-Oberfläche auswählen, leider kann man hier nur eine von den vordefinierten Farben auswählen.

Le Metro

Windows 8 startet direkt in die neue Metro-Oberfläche, welche, im Gegensatz zu der Developer Preview, deutlich fertiger aussieht und auch viel flüssiger läuft. Wenn man nun aber wieder auf den Desktop kommt, in dem man auf die entsprechende Kachel klickt, wird man merken, dass eines der Windows Markenzeichen komplett verschwunden ist: Der gute alte Startbutton.

Man kann jedoch die Metro-Oberfläche öffnen, wenn man mit der Maus in die untere linke Ecke klickt.

Ich habe nichts gegen die Metro-Oberfläche, für Tablets und PCs mit Touchscreen ist sie echt super, genauso wie für Smartphones und Interfaces, die mithilfe einer Fernbedienung gesteuert werden (XBOX, Windows Media Center). Nur auf meinem PC mit 2 24″-Monitoren mit einer Auflösung von 1920×1080 will mit Metro nichts zu tun haben, sondern ich will meinen Desktop, denn sonst könnte ich ja nur Vollbild-Apps nutzen. Klar kann ich immer auf den Desktop wechseln, jedoch würde ich gerne nach der Installation gefragt werden, in welche Oberfläche ich booten möchte. Ich habe auch kein Problem mit dem neuen Anmeldebildschirm oder der Tatsache, dass die Metro-Oberfläche über die Windows-Taste geöffnet wird.

Fazit

Die Windows 8 Consumer Preview läuft echt super, nur habe ich noch ein paar Verbesserungsvorschläge für Microsoft:

  • Belegt die Windows-Taste so, dass man mit ihr wirklich nur zwischen Metro und dem Desktop wechselt
  • Gebt uns eine Option, um die Standard-Oberfläche auswählen, also ob man in den Desktop oder in die Metro-Oberfläche booten möchte